Von Delivery Hero zu Luxus Garagen für Bugatti - Nikita Fahrenholz’ unglaubliche Gründerstory! #13
Worum es geht
Nikita Fahrenholz ist einer der legendären Berliner Internet-Gründer der frühen 2010er — mit 24 CEO von Lieferheld, Co-Founder der späteren Delivery-Hero-Holding (heute Multi-Milliarden-Konzern), Gründer von Booketiger (verkauft an Helpling), Aktio (10 Mio Euro geraced, in der Insolvenz versenkt), und seit 2025 operativer CEO von Fahrengold — dem offiziellen weltweiten Garagen-Zulieferer von Bugatti. Eine Karriere, die exemplarisch für eine ganze Generation deutscher Founder steht: Mc-Kinsey-Background, Berliner Tech-Welle, internationaler Hyperscale, später Diversifizierung in Hardware und Luxus.
In dieser Folge sitzen Christian Wolf und Eric mit ihm zusammen — und Christian gibt direkt zu, dass er bei Fahrengold investiert hat, nachdem er Nikita in einem anderen Podcast gehört hatte. Eric hört zum ersten Mal davon, kontert mit „Bin gerade richtig sauer, dass du mir nichts davon erzählt hast — kann ich noch investieren?" Investitions-Deal live im Podcast verhandelt. Aber das ist nur der Schluss. Davor erzählt Nikita die ganze Geschichte: Wie Lieferheld 2010 mit drei Berliner Gründern in einem Smart durch 400 Diskotheken zog, um Speisekarten einzusammeln. Wie sie ungebeten Orders an Restaurants schickten, ohne Vertrag, ohne Erlaubnis — weil welcher Lieferdienst beschwert sich schon, wenn er eine zusätzliche Pizza verkaufen kann. Wie sie nach 4 Wochen merkten, dass Nikita als 24-jähriger CEO „keine Ahnung von Internet" hatte, und ihn zum COO machten. Wie sie nach 12 Monaten 50/50 mit der Online Pizza Group fusionierten und daraus Delivery Hero wurde. Und wie Nikita mit 29 — ein Jahr vor Börsengang — aus jugendlicher Ignoranz und Arroganz aussteigt, um eigene Sachen zu bauen.
Dazwischen die Lehren aus 100 Mio Euro geraistem Venture Capital nach Delivery Hero, davon mindestens 10 Mio in der Aktio-Insolvenz versenkt. Booketiger als Putzfrau-Vermittlung („mir ist irgendwann aufgefallen, dass eine Putzfrau keine Pizza ist" — die Marketplace-Bypassing-Logik). Insolvenz-Realität in Deutschland („wenn du nichts vorsätzlich falsch machst, passiert nicht viel"). Und der Pivot zu Fahrengold — entstanden aus Nikitas eigener Liebe zu schnellen schönen Autos und der Frage, warum es eigentlich keine fertig-gekauften Premium-Garagen auf der Welt gibt. Heute: Bugatti-Partnerschaft, Kunden mit privatem Le-Mans-Team (Spaß-Kosten 10 Mio €/Jahr), Garagen ab 90.000 €, Bugatti-Edition für knapp 200.000 €.
Was du mitnehmen kannst.
Vor Lieferheld — Mc Kinsey, Platte, „The European"
- Nº 01·Nikita
Berliner Junge aus der Platte — der untypische Founder-Hintergrund
Nikita beschreibt sich selbst: Lehrerkind, gut in der Schule, kein Outlier in der Schulzeit. Studium in England, erster Job bei Mc Kinsey in Berlin (Financial Institutions Group, viele Projekte bei der Deutschen Bank in Frankfurt). „Ich bin Berliner Junge, komme aus der Platte, bin ich auch stolz drauf." Der untypische Founder-Hintergrund — kein Mythos vom Wunderkind, sondern klassischer Bildungs-/Karrierepfad bis zur Erkenntnis, dass es nicht passt. Diese Story-Linie ist häufiger als die Founder-Mythen suggerieren.
- Nº 02·Nikita
Erster Startup-Kontakt: The European — Online-Magazin als Brückenkopf
Vor Mc Kinsey hatte Nikita beim Aufbau von „The European" mitgeholfen — einem politischen Online-Magazin (später an Cicero verkauft). Das war 2008/09 schon innovativ — Zeitung mit Website. Über dieses Netzwerk lernte er später Markus Fuhrmann kennen, seinen Co-Founder bei Lieferheld. Lehre: Frühe Side-Projekte als Studierender oder Berater bauen das Netzwerk auf, das später die wichtigen Co-Founder-Verbindungen produziert. Wer in der Karriere nur „Hauptarbeit" macht, hat dieses Netzwerk später nicht.
Lieferheld-Hack — Speisekarten ohne Erlaubnis
- Nº 03·Nikita
Speisekarten mitnehmen + Bestellungen ohne Vertrag schicken
Der zentrale Lieferheld-Hack: Sie holten Speisekarten von Lieferdiensten, ohne um Erlaubnis zu fragen. Sie schickten Bestellungen an die Restaurants, ohne Vertrag. „Wir haben uns gedacht — worum brauchen wir einen Vertrag, wenn die eine weitere Pizza verkaufen können? Niemand von 10 beschwert sich, dass wir ihm eine weitere Order geschickt haben." Markets können oft ohne formale Verträge funktionieren — wenn der Wert für beide Seiten offensichtlich ist. „Erst mal warten, bis überhaupt einer schreit" — bei anderen Dingen schrien Leute, bei diesem nicht.
- Nº 04·Nikita
400 Lieferdienste in Berlin abgegrast — keine OCR, nur Praktikanten
2009/10 gab es etwa 400 Lieferdienste alleine in Berlin. Nikita, Markus und der dritte Co-Founder fuhren mit dem Smart durch alle. Die Karten wurden manuell von Praktikanten rund um die Uhr abgetippt. Picture-to-Text/OCR war noch nicht einsetzbar. Dann standen die Karten online. Die Bestellungs-Telefone waren bei Lieferheld zentral — wenn jemand bestellte, klingelte dort, ein Mitarbeiter rief beim Lieferdienst an. Reine manuelle Marktplatz-Bridge. Lehre: Tech-Investitionen werden überschätzt — manuelle Workflows mit Praktikanten sind in der Frühphase oft schneller, billiger, ausreichend.
- Nº 05·Nikita
Österreichischer Pragmatismus vs. deutsches Behörden-Denken
Nikita: „Wir Deutschen haben das Problem, dass wir zu viel erstmal alles behördlich regeln wollen — privatwirtschaftlich oder behördlich. Markus' österreichischer Pragmatismus war: Die Rechnung geht auf, alle freuen sich, also macht's einfach." Eric (selbst Österreicher): widerspricht. Aber das Mindset-Differenz ist real und gut dokumentiert in vielen erfolgreichen Berliner Tech-Startups, die einen österreichischen oder schweizerischen Co-Founder haben. Pragmatismus als kompetitiver Vorteil über bürokratische Trägheit.
Mit 24 zum CEO — und nach 4 Wochen abgesetzt
- Nº 06·Nikita
4 Wochen CEO, dann erkannt: keine Internet-Erfahrung
Nikita war für ganze 3-4 Wochen CEO von Lieferheld. Dann merkten alle, dass er 24 ist und „keine Ahnung von allem hat, was mit Internet und digital zu tun hatte." Er war ein typischer Kaufmann/Berater. Wurde COO. „Hausmeister der Firma, der für alles zuständig war." Das ist eine reife Selbsteinschätzung — viele junge Founder klammern an die CEO-Position aus Ego, obwohl sie operativ besser anders eingesetzt wären. Wer sich rechtzeitig eingestehen kann, was er nicht kann, gewinnt langfristig mehr.
- Nº 07·Nikita
Drive + Hunger schlug Erfahrung — was er trotzdem mitbrachte
Nikita: „Ich hatte Drive, war hungrig, konnte viel arbeiten, war glaube ich auch nicht ganz auf den Kopf gefallen — und das hat die erste Finanzierungsrunde angeschoben, das Deck gebaut." Was ein junger Founder ohne Spezialwissen mitbringen kann: Energie, Ausdauer, Fundraising-Skills. Wer das in eine Co-Founder-Konstellation einbringt, wo die Spezialwissen-Lücken durch andere abgedeckt sind, kann trotz „keine Ahnung" wertvoll sein. Mit 29 verließ er die Firma als globaler Chief Revenue Officer — Verantwortung wuchs mit der Erfahrung.
Skalierungs-Geschwindigkeit — die nichtlineare Wachstumskurve
- Nº 08·Nikita
Die ersten 100 Bestellungen brauchten Monate — die nächsten 1000 nur Wochen
Nikita: „Auf die ersten 100 Bestellungen pro Tag haben wir lange gewartet — 2-3 Monate. Aber der nächste Schritt zu 1000 Bestellungen pro Tag ging dann sehr schnell, 2-3 Wochen. Dann wird das auf einmal so groß." Die Skalierungs-Kurve ist nicht linear — sie ist exponential, sobald ein Tipping-Point erreicht ist. Founder, die in den ersten 100-Customer-Monaten aufgeben, verpassen die eigentliche Skalierungs-Phase. Geduld in der Sub-100er-Phase ist Voraussetzung für die exponentielle Phase.
- Nº 09·Nikita
5 Mio € Umsatz im ersten Jahr — und Mobile Apps mit eigenem Geld
Nach Jahr 1 hatte Lieferheld bereits 5 Mio Euro Umsatz auf einer „kleinen Webseite". Fun Fact: Niemand glaubte damals an mobile Apps. Lieferheld entwickelte die mobile Apps mit eigenem Geld der Gründer, weil die Investoren nicht überzeugt waren. Christian: „Bei Facebook hieß es damals — wenn die auf Mobile wechseln, wird es ganz schlimm, weil sich niemand mobile Werbung anschauen wird." Die größten technologischen Wendepunkte werden oft von etablierten Investoren übersehen — Founder, die selbst sehen, was kommt, müssen mit eigenem Kapital vorangehen.
Merge mit Online Pizza Group → Delivery Hero
- Nº 10·Nikita
Niklas Östberg + Lieferheld + Pizzaonline-Markets = Delivery Hero Holding
Parallel existierte die Online Pizza Group mit Niklas Östberg (heute noch CEO der Holding) — Mjam Polen, Schweden + 2 weitere Märkte. Lief seit 2-3 Jahren richtig gut. Lieferheld war als Entity bereits größer (Deutschland ist großer Markt). Nach einem Jahr Lieferheld-Existenz: 50/50-Merge. Aus den beiden Entitäten wurde die Delivery Hero Holding. Lehre: Strategische Mergers in der frühen Skalierungsphase können viel mehr Wert produzieren als Konkurrenz — vorausgesetzt, die beteiligten CEOs trauen sich, gleichberechtigt zu fusionieren statt um Kontrolle zu kämpfen.
- Nº 11·Nikita
Reine Vermittlung, keine Quick-Commerce-Fehler
Wichtige Klarstellung: Lieferheld und Delivery Hero waren reine Vermittlung — nicht Quick Commerce mit eigenen Lieferflotten. Eric: „Das ist der große Struggle bei Quick Commerce." Nikita: „Ich hatte das Gorillas-Modell schon 7 Jahre vor Gorillas dreimal durchgerechnet — funktioniert nur in Märkten wie der Türkei mit Niedriglohn-Mittelsektor. Hochpreis-Lohn macht es kaputt." DoorDash funktioniert in den USA wegen der Mittellohn-Struktur. Vermittlung skaliert global, eigene Flotte nur in spezifischen Lohn-Konstellationen.
- Nº 12·Nikita
12% Kommission als Industrie-Standard — für Lieferheld höher als pizza.de mit 5-6%
Delivery Heros Kommissions-Rate war 12% des Gross Merchandise Value (GMV). Heute eher 12-15%. Christian und Eric hatten 20% getippt — die Realität war niedriger. Wettbewerber wie pizza.de hatten teilweise nur 5-6%. Markt-Macht zwischen Plattform und Restaurant entscheidet die Kommissions-Rate. Wer in einer frühen Markt-Phase als Plattform aggressiv expandieren will, muss Kommissionen niedriger setzen — höhere Kommissionen kommen erst, wenn die Marktmacht etabliert ist.
pizza.de + die Faxgeräte-Farm
- Nº 13·Nikita
40.000 Bestellungen pro Tag — alle per Faxgerät
Pizza.de wurde später für 500 Mio € Cash übernommen. Beim Closing-Dinner gab es Döner. Geistig-genial: pizza.de hatte zur Lieferheld-Anfangsphase 40.000 Orders pro Tag — alle per Faxgerät. „Sie hatten eine Faxgeräte-Farm." Genialer Bootstrap-Hack — eine Telefon-zu-Fax-Bridge ohne Internet-Plattform. Wer in der Tech-Geschichte zurückschaut, sieht ständig solche „primitive aber funktionierende" Lösungen, die kurzzeitig dominieren, bevor sie von schlankeren Alternativen abgelöst werden.
- Nº 14·Nikita
Jochen Grote — selfmade aus Braunschweig, der euch 300 Mal verklagte
Pizza.de-Gründer Jochen Grote: selfmade, Sitz in Braunschweig, „kantiger Typ, super hart zum Verhandeln." Er verklagte Delivery Hero 300 Mal — z.B. weil sie einen Crawler gebaut hatten, der pizza.de-Daten ausgelesen hatte. „Crawler = automatisierte Software, die Daten auslesen kann." Jochen Grote hatte am Ende einen recht fetten Cash-Exit, der nicht öffentlich war, aber „einer der guten Exits in Deutschland." Lehre: Der härteste Wettbewerber kann am Ende der lukrativste Exit sein — wenn man ihn richtig spielt.
40 Märkte in 4 Jahren
- Nº 15·Nikita
Chief Revenue Officer Global mit 25-29 — globale Märkte aufbauen und kaufen
Nikitas Titel im globalen Delivery-Hero-Management: Chief Revenue Officer Global. Mit 25-29 Jahren. Verantwortlich für alles außer Deutschland — d.h. ca. 40 Märkte weltweit. Aufgabe: Märkte aufbauen oder kaufen. Wachstumstempo: 4 Jahre für 40 Märkte. Eine der schnellsten globalen Skalierungen der Tech-Geschichte. Plus: Persönlich krass formend — „Da passieren ja auch Sachen. Sales-Teams die sich besaufen und im Bus prügeln, ein CTO der nicht zur Arbeit kommt, einer der dich verklagt."
- Nº 16·Nikita
Die Brasilien-Story — Deal vor Olli Samba weggeschnappt
Olli Samba (Rocket Internet) wollte eine Groupon-ähnliche Gruppe in Uruguay/Brasilien kaufen. Delivery Hero kriegt Wind davon. Niklas und Fabian fragten Nikita: „Kannst du runterfliegen und die Jungs einkashen?" Nikita flog wirklich „Eko" über die Nacht (anstrengend), traf die Gründer Donnerstag/Freitag, machte Dinner, säuferte mit ihnen, schaffte es, sie zu „catchen" — sie verkauften für 40 Mio Euro an Delivery Hero. „Ich hab Olli den Deal weggeschnappt — aber das war mein Job." Globale M&A-Konkurrenz wird von einzelnen Closing-Skills entschieden, nicht von Strategie-Decks.
- Nº 17·Nikita
Yamy Choreen Shanghai, Australien, Südkorea — die globale Operations-Realität
Nikita baute u.a. Yamy Choreen in Shanghai auf, plus Teams in Australien, Südkorea, plus alle europäischen Märkte. Salesforce-Prozesse zu mergen über völlig unterschiedliche Kulturen. „Es war sehr anstrengend — aber Adrenalin pur, super anstrengend, super erfolgreich." Die Hyperskalierungs-Phase eines Unternehmens ist nicht romantisch, sie ist Burnout-nah. Wer nicht jung und ungebunden ist, kann diese Phase oft nicht durchhalten — daher die Dominanz von 25-30-jährigen in globalen Tech-Operations-Rollen.
Exit ein Jahr vor Börsengang
- Nº 18·Nikita
Mit 29 ausgestiegen — jugendlicher Leichtsinn
Ein Jahr vor dem Delivery-Hero-Börsengang ging Nikita raus. Mit 29 Jahren. „Ich dachte — jetzt ist meine Sherz dann auch gewested, das Ding geht an die Börse, eigentlich habe ich meinen Job gemacht. Bisschen jugendliche Ignoranz und Arroganz im Nachhinein." Die Delivery-Hero-IPO-Bewertung war später Multi-Milliarden — sein Anteil wäre noch dramatisch wertvoller geworden, wäre er geblieben. Aber: Operativ war er raus. Anteile blieben. Über 23 Jahre staged er sie verkauft — manchmal zum guten, manchmal zum schlechten Zeitpunkt. „Don't time the market."
- Nº 19·Nikita
2-Zimmer-Bude in Friedrichshain — kein Bedürfnis nach Verkauf
Nikita: „Ich hatte eine 2-Zimmer-Bude in Friedrichshain, kaum Kosten, einen Lieferheld-Smart, mit dem ich rumgefahren bin. Natürlich waren meine Anteile schon richtig was wert — aber ich hatte kein Bedürfnis, was zu verkaufen." Founder, die operativ engagiert bleiben aber keinen Lifestyle-Druck haben, sind die langfristigen Equity-Gewinner. Wer früh Cash zum Konsumieren braucht, verkauft zum falschen Zeitpunkt. Niedrige Lebenskosten in der Aufbauphase sind ein Wealth-Building-Tool.
Booketiger — Putzfrauen-Vermittlung
- Nº 20·Nikita
35 Mio Euro geraced, Trade Sale an Helpling
Booketiger war Nikitas zweite Firma — Putzfrauen-Vermittlung mit Software, inspiriert vom US-Vorbild Homejoy. „Es gibt diesen irregulären Markt, alle hinterziehen Steuern bei Putzfrauen — ein Milliardenmarkt. Wenn wir das Search-Problem lösen (schnell jemand für Dienstag Vormittag), klappt das." Ergebnis: 35 Mio Euro raised, sehr viel Umsatz, Trade Sale an Helpling, Nikita ist heute Shareholder der größeren Helpling-Gruppe. Nicht der Mega-Exit — aber ein erfolgreich abgewickelter Trade Sale.
- Nº 21·Nikita
„Eine Putzfrau ist keine Pizza" — die Marketplace-Bypassing-Logik
Nikitas berühmter (auch peinlicher) Satz neben dem Arbeitsminister: „Mir ist irgendwann aufgefallen, dass eine Pizza keine Putzfrau ist." Was er meinte: Marketplace-Bypassing — Putzfrauen, die über Booketiger Kunden bekamen, behielten diese Kunden privat ohne Plattform-Provision. Bei Pizza ist das nicht möglich (transaktionale Einmal-Bestellung). Bei Putzfrauen schon (laufende Beziehung). Daher schlechtere Unit-Economics als bei Lieferheld. Lehre: Vor dem Build muss man die Marketplace-Mechanik verstehen — nicht jedes Pizza-Erfolgsmodell überträgt sich auf andere Vertikale.
- Nº 22·Nikita
David Hasselhoff Sticker + Nine GAG = Top Ten weltweit
Marketing-Highlight bei Booketiger: Ein „komischer Sticker" mit David Hasselhoff für die Marke. „Damit haben wir tatsächlich global auf Top Ten getrendet auf Nine GAG, weil der überall in Berlin hing." Nine GAG war damals (vor Instagram-Memes) eine zentrale Plattform für virale Inhalte. Lehre: Ein einziger viraler Marketing-Hit kann mehr Brand-Awareness produzieren als Millionen-Performance-Marketing — wenn man die Plattform und Zeit richtig versteht.
Aktio — die 10-Mio-Euro-Insolvenz
- Nº 23·Nikita
OnlyFans ohne Spicy Content — und 10 Mio Euro Burn
Aktio war die Idee: Bezahlte Live-Sessions wie OnlyFans, aber ohne spicy Content (Kurse, Seminare, Beratungen). „Christian Wolf-Seminar buchen für 50 Cent pro Sekunde." HV Capital legte einen 10-Mio-Euro-Check pre-product, pre-revenue, pre-alles. Auf dem Papier 10 Mio raised — was im Covid-Zeitraum mit hohen Bewertungen normal war. Ergebnis: Komplett gescheitert. Nicht-Monetarisierbar — Leute waren nicht bereit dafür zu bezahlen. Erste echte Insolvenz für Nikita als Geschäftsführer.
- Nº 24·Eric & Nikita
Track-Record macht Bewertung — auch wenn das Produkt nicht steht
Eric: „Du hast als Founder mit Track Record eine ganz andere Bewertung als jemand mit Pitch-Deck und 3-Jahres-Plan. Investoren investieren in dich, nicht ins Produkt." Aktio-Beispiel: Power-point reichte für 10 Mio Euro Pre-Product. Nikita: „Erstmal hab ich Geld" — aber: „Die erwarten auch viel." Diese Asymmetrie zwischen erfahrenen und neuen Foundern wird in der VC-Welt selten ehrlich kommuniziert — aber sie ist real und prägt die gesamte Funding-Landschaft.
- Nº 25·Christian
Idee zu früh — Bezahl-Live-Content kommt jetzt mit School-Communities
Christian: „Du warst zeitlich zu früh — Bezahl-Live-Content kommt jetzt mit dem School-Communities-Boom." Aktio war 2020-21 — die Marktreife für solche Modelle kam erst 3-4 Jahre später. Lehre: Timing ist mindestens so wichtig wie Produkt. Eine richtige Idee zur falschen Zeit ist eine gescheiterte Firma. Eine richtige Idee zur richtigen Zeit kann sich auch bei mittelmäßiger Execution durchsetzen.
- Nº 26·Nikita
Druck immer noch ein Delivery Hero zu bauen — selbst auferlegt
Nikitas reflexive Selbst-Diagnose: „Den Druck, immer noch mal ein Delivery Hero zu bauen, habe ich mir selbst zu lange gemacht. Sind wir mal ehrlich — das wird nicht noch mal passieren. Es ist ein Outlier — ich akzeptiere das." Diese Erkenntnis kommt oft erst nach 2-3 gescheiterten Folge-Versuchen. Founder mit einem riesigen Erst-Erfolg verbringen oft 5-10 Jahre damit, ihn zu replizieren — bevor sie verstehen, dass es Outlier-Statistik war. Akzeptanz statt Wiederholung ist der Schlüssel zu erfüllten zweiten Karrieren.
- Nº 27·Nikita
Insolvenz-Realität in Deutschland — sauber wenn man nichts vorsätzlich falsch macht
Nikita zur Insolvenz-Erfahrung: „Ich war sehr aufgeregt, dachte — jetzt komm ich in Knast. War aber alles sauber, alles cool. Deutsche Gesetzgebung ist da super klar und transparent." Wer Geschäftsführer sauber führt (rechtzeitig Insolvenz anmelden, Krankenkasse weiter bezahlen, nichts vorsätzlich verschleiern), hat in Deutschland nichts zu befürchten. Christian: „Diese ganzen Ängste, die man sich oft macht — wenn du es in der Realität durchspielst, ist der nächste Tag noch da, gar nicht so schlimm wie befürchtet."
Fahrengold — die Garagen-Idee
- Nº 28·Nikita
Aus eigener Sammler-Leidenschaft entstanden — kein Business Case
Nikita: „Mir ist einfach aufgefallen, dass es keine fertigen, geilen Garagen auf der Welt gibt." Es gibt extreme Architektur-Lösungen oder Beton-Zappgarage — dazwischen nichts. „Ich hab mein Mickey gefragt — wollen wir nicht mal so ein Ding einfach bauen? Das war gar keine Business-Idee." Best-Founder-Stories beginnen so: aus Eigenbedarf, ohne Markt-Recherche, ohne Pitch-Deck. Wenn sich die Eigenfrage als universelles Problem erweist, ist daraus eine Firma. Wenn nicht — bleibt es ein schönes Privatprojekt.
- Nº 29·Nikita
Architekt-Freund + Berliner Blechverarbeitungsbetrieb = erste Glasgarage
Nikitas Architekt-Freund Mickey + der Berliner Blechverarbeitungsbetrieb Diringer (in Steglitz/Neukölln) bauten die erste Glasgarage. Sie sah „echt geil aus." Sie wurde zu einem Event transportiert, ca. 100 Auto-Affine sahen sie — alle fanden es geil. Aber: „Da war der Punkt, wo ich sagte — okay, vielleicht brauchen wir dafür eine GmbH." Vom Privat-Spielprojekt zur Firmengründung war ein Sprung — aber kein „klassischer Business-Plan-Sprung", sondern ein „die Leute reagieren positiv, lass uns weiterbauen"-Sprung.
- Nº 30·Nikita
Maximilian Knüppel kam und wollte das bauen
Aus einem Podcast hörte Maximilian Knüppel, dass Nikita das Glasgaragen-Projekt machte. „Der ist mir echt fast hinterhergerannt, im positiven Sinne." Er wollte das Projekt operativ aufbauen. Daraus wurde Fahrengold als richtige Firma. Lehre: Personal Brand und Podcast-Präsenz produzieren regelmäßig die wichtigsten Co-Founder-/Operativ-Anker. Wer öffentlich Ideen teilt, zieht die richtigen Leute an. Wer alles geheim hält, baut allein.
- Nº 31·Nikita
2 Jahre RND, 3,5-4 Mio Euro privat finanziert
Nikita finanzierte die ersten 2 Jahre Fahrengold-RND komplett privat — ca. 3,5-4 Mio Euro. „Das Ding besteht aus über 10.000 Teilen — Stahl-Unterkonstruktion, Aluminium, Sondergasverglasung, Panzerglas, UV-Schutz." Hardware-RND ist langsam und teuer. „Du hast 3 Ingenieure, dann kommt ein Wellblechteil falsch an, dann musst du Maschinen für 30.000 Euro in Rumänien kaufen." Lange Zeit, bis der erste Euro reinkommt. Wer Hardware bauen will, braucht entweder geduldiges privates Kapital oder VC, der lange Hardware-Investitionshorizonte aushält.
Bugatti-Partnerschaft als Inflection Point
- Nº 32·Nikita
Bugatti kam zur Marzahner Garage hinter Küchen
Anfang 2025 wurde Fahrengold offizieller weltweiter Bugatti-Garagen-Zulieferer. „Bugatti kam zu uns mit dem ganzen Team und hat uns Due Diligence gemacht — und wir sitzen in Marzahn wirklich hinter SZ-Küchen." Lehre: Top-Marken-Partnerschaften werden nicht durch glänzende Fassaden gewonnen, sondern durch Produkt-Qualität. Wenn das Produkt stimmt, kommt selbst Bugatti zur Marzahner Werkhalle. Founder, die ihre Energie in Show statt Produkt investieren, verlieren langfristig diese Partnerschaften.
- Nº 33·Nikita & Christian
Im Bugatti-Konfigurator als Opt-in: FG2 + Bugatti-Carpad + Bugatti-Garage
Im Bugatti-Konfigurator des neuen Tourbillon-Modells (Nachfolger des Chiron) sind Fahrengold-Produkte als Opt-in verfügbar: FG2 in Bugatti-Edition, Bugatti-Pad, Bugatti-Garage. Christian: „Das war der Zeitpunkt, wo ich gesagt habe — jetzt will ich auf jeden Fall rein." Wer auf der offiziellen Bugatti-Webseite gelistet ist, hat einen Marken-Trust, den kein Marketing kaufen kann. Eine einzige Top-Marken-Partnerschaft kann Jahre Brand-Building ersetzen.
Carpads — die LED-Innovation
- Nº 34·Nikita
100 Carpads im ersten Jahr verkauft — aus einer Tüftler-Idee
Im ersten Jahr verkaufte Fahrengold 100 Carpads. Das Carpad ist „nichts anderes als ein Rahmen mit LED-Umrandung, auf dem das Auto richtig geil aussieht." Idee kam vom Team: „Diese Autos stehen auf irgendwelchen Böden — lass mal so einen Rahmen drunter legen mit Licht." Eine zweite Produkt-Säule entstand aus einer Beobachtung der Hauptproduktion. Founder, die mit ihrem Team über das Hauptprodukt hinaus denken können, finden oft die zweite Säule, die das Geschäft trägt.
- Nº 35·Nikita
Auto von unten beleuchtet sieht überall geiler aus — emotionales Produkt
Nikita: „Wenn ein Lack flach von oben angeleuchtet wird, sieht er flach aus. Wenn ein Auto von unten angeleuchtet wird, kommen die Konturen geiler rüber. Das macht 0,0 Sinn, wenn ich es so erzähle, aber wenn du davor stehst, willst du es haben — sehr emotionales Produkt." Christian: „Wenn du es einmal gesehen hast, denkst du danach bei jedem Auto, das nicht drauf steht — das sieht nackt aus." Best-Of-Class-Konsumprodukte werden nicht rational gekauft, sondern emotional. Aber sie verändern die Wahrnehmung — was sie zum Standard macht.
- Nº 36·Nikita
Porsche Berlin hat 3-4 Carpads liegen — kein bezahltes Marketing
„Wir haben 3-4 Carpads bei Porsche Berlin liegen, kriegen immer mehr. Wir haben niemals Marketing für diese Firma ausgegeben." Statt Performance-Marketing baut Fahrengold Distribution über Partner-Stores und Mund-zu-Mund-Empfehlungen in der globalen Auto-Sammler-Community auf. „Das ist eine weltweite Community — wenn ein Problem kommt, spricht es sich rum." Daher die strikte Qualitätsfokussierung statt Marketing-Spend. Eine echte Community schlägt jedes Performance-Marketing.
Premium-Kunden mit privatem Le Mans
- Nº 37·Nikita
Kunde besitzt privates Le-Mans-Team — 10 Mio Euro Spaß pro Jahr
Nikitas Premium-Kunden-Beispiele: „Ein Kunde besitzt ein privates Le-Mans-Team — ein LMP2 Le-Mans-Team. Kostenmäßig liegt sowas bei circa 10 Mio Euro pro Jahr — der Spaß." Ein US-Rapper als Kunde. Einer der ersten Blackstone-Partners. „Königliche Menschen." Diese Kunden-Klasse ist global vernetzt — eine zufriedene Empfehlung dort öffnet 10 weitere Türen. Wer dort einmal als zuverlässig gilt, hat Zugang zu einem Markt, der nie über Performance-Marketing zu erreichen ist.
- Nº 38·Nikita & Eric
Bugatti-Garage 200.000 € — FG1 ab ca. 90.000 € (mit Glas-Premium)
Preis-Range: Bugatti-Garage knapp unter 200.000 €. Eine FG1 (mobile Version, Garage aus Glas) ab ca. 90.000 €, wenn man sie nicht vollständig wie der Premium-Kunde aus Berlin spect. Eric (überzeugt nach 1 Stunde Podcast): „Den Markt gibt es definitiv — was die Leute in UAE für Nummernschilder ausgeben — die geben Millionen aus." Premium-Markt-Volumen wird oft unterschätzt — globale Vermögens-Konzentration produziert eine Käuferschaft, die für luxuriöse Detail-Optimierungen bereit ist, mehr zu zahlen, als sie wirklich „brauchen".
Make/Buy & CEO-Hire
- Nº 39·Nikita
Eigene Produktion in Osteuropa + Sondermaschinen
Fahrengold-Produktion: Eigene Maschinen in Osteuropa, einige Produkte werden direkt zum Kunden geliefert (Carpad). Komplexere Produkte wie FG1 werden zu Marzahn geliefert, dort einmal komplett aufgebaut, geprüft, dann wieder zerlegt und zum Kunden verschickt. Aufbau am Endkunden: 30 Minuten („wie Lego für Erwachsene", Steckprofile). Patent auf den Stecker. Lehre: Vertikale Integration in der Produktion gibt Kontrolle über Qualität — entscheidend in einer Premium-Marke, wo eine fehlerhafte Lieferung den globalen Ruf zerstört.
- Nº 40·Nikita
Philip als CEO — von Krombacher mit eigener Tonic-Marke
Nikita stellte Philip als CEO ein — vorher Krombacher-Gruppe, davor eigene Tonic-Marke aufgebaut (Thomas Henry, später an Red Bull verkauft). Suchkriterien: Seniorität + Consumer-Brand-Erfahrung + Hands-on-Founder-Background. „Selber mal was aufgebaut" als nicht-verhandelbares Kriterium. Nikita hatte sich bewusst aus operativem CEO-Rolle herausgehalten, weil er „die Liebe zum Produkt zu sehr hat — eignet sich vielleicht nicht gut als Manager." Selbsterkenntnis als Voraussetzung für gutes Co-Founder-/Hire-Matching.
- Nº 41·Nikita
Skin in the Game als Investor — eigene halbe Million bei Aktio
Nikita: „Ich investiere in alle meine Firmen selbst mit. Das erwarten erstens die Investoren, zweitens finde ich es cool, ein bisschen Skin in the Game zu haben." Bei Aktio waren es 500.000 € seines eigenen Geldes — komplett verloren in der Insolvenz. Lehre: Co-Investment des Founders ist nicht nur Symbolik — es ist Ausrichtung der Anreize. Founder, die kein eigenes Geld einbringen, optimieren oft anders als Founder, die jeden Euro persönlich riskieren.
Personal Brand als nächster Schritt
- Nº 42·Nikita
Vom „nur Investor und Geldgeber" zum operativen Gesicht
Nikitas Reflexion: „Ich war nie operativ in der Firma drin — Gesellschafter, Geldgeber, Produktentwicklung. Aber ich überlege gerade ob ich mehr mache." Trigger: Christian und Eric haben ihn überzeugt, dass eine Garagen-Marke ein Gesicht braucht — und Nikitas Auto-Leidenschaft + Branding-Track-Record + Produktwissen ihn zum perfekten Marken-Gesicht macht. Die Erkenntnis, dass man als Founder oft selbst die beste Marketing-Asset ist, kommt vielen erst nach Jahren.
- Nº 43·Nikita
„Macht das, was ihr liebt" — und es selbst nicht tun
Nikita: „Ich erzähle ständig in Business-Talks den jungen Leuten — macht das, was ihr liebt. Aber ich mache es eigentlich gar nicht. Ich bin nur in der Gesellschaft, tipi-toe." Diese reflektive Selbst-Kritik ist die Vorbedingung für die kommende Veränderung. „Ich war immer nur Tipi-toe" — Erkenntnis, dass man sich selbst nicht den Rat gibt, den man anderen erteilt. Die Reife eines Founders zeigt sich in dieser Selbstkonfrontation, nicht im erfolgreichen Aufbau der nächsten Firma.
- Nº 44·Christian
Personal Branding als „vergewaltigter Begriff" — Themen-Branding statt Selbst-Promotion
Christian: „Personal Branding ist ein vergewaltigter Begriff — die echten Personal Brander sind die Leute, die nichts zu sagen haben, aber erstmal erzählen, wer sie sind. Wir assoziieren uns mit einem Themen, reden über das Themen — nicht die ganze Zeit über uns." Diese Unterscheidung ist die einzige tragfähige Personal-Brand-Strategie für Founder. Wer nur über sich selbst redet, wird zur Vanity-Marke. Wer über sein Themen redet, wird zur Industrie-Referenz.
- Nº 45·Nikita
„Wenn etwas Sinn macht, macht es einfach Sinn" — die Anti-Aversions-Logik
Nikita: „Es macht Sinn — wenn etwas Sinn macht, macht es einfach Sinn, fertig. Dann muss man es vielleicht einfach machen." Die Akzeptanz, dass Hinz und Kunz dann eine Meinung über einen haben werden, ist der Preis für die Marken-Vorteile. Wer in eine emotional-visuelle Industrie geht, kann die Marken-Wirkung des CEO-Gesichts nicht ignorieren — selbst wenn er persönlich lieber im Hintergrund bliebe. Vernunft schlägt Aversion.
Leitsätze
- Nº 46·Eric
„Fuck it, let's just do it" — der Karriere-roter-Faden
„Fuck it — wir machen das einfach.”
Eric: „Du bist für mich der Inbegriff für ‚Ich mach jetzt mal und dann schauen wir was passiert' — alles, was du heute erzählt hast, deine ganzen Anfänge — einfach mal sagen, ich starte jetzt einfach, statt 80 Business-Pläne zu schreiben." Das ist Nikitas roter Faden über Lieferheld, Booketiger, Aktio, Fahrengold — und der Grund, warum erfahrene Investoren ihm Geld geben, ohne aufwendige Pitches. „Mach es jetzt" als langfristig erfolgreichste Founder-Mentalität, weil sie trotz Fehlschlägen sehr viel mehr Versuche generiert.
- Nº 47·Christian
Manche Marken brauchen das Founder-Gesicht — andere nicht
Christian: „Es gibt Marken, die das Gesicht brauchen — und welche, die es nicht brauchen. Bei Fahrengold mit der Hintergrundgeschichte, der Auto-Leidenschaft, dem Bugatti-Deal — du als Gesicht macht die Marke 5x stärker. Bei einer reinen B2B-SaaS-Marke wäre es egal." Diese Differenzierung zwischen marken-fragmenter Unternehmen und gesichtsabhängigen Lifestyle-Marken sollte jeder Founder bewusst treffen — nicht aus persönlicher Vorliebe, sondern aus strategischer Marken-Analyse.
- Nº 48·Nikita
Track Record + Zugang zu Top-Investoren ≠ Garantie für Folge-Erfolg
Nach Delivery Hero hat Nikita 100 Mio Euro für Folge-Ventures geraced — davon viel verbrannt (Aktio 10 Mio Insolvenz, Booketiger nur Trade Sale). Lehre: Auch ein Mega-Erfolg ist keine Garantie für Replikation. Investoren wissen das — wer als Founder den Sub-Optimal-Outcome akzeptieren kann, hat eine längere Founder-Karriere als Founder, die nach jedem Misserfolg eingehen. „Pferd hat man auch schon kotzen sehen" — Realismus über Outlier-Statistik macht entspannter und produktiver.
- Nº 49·Eric
Eric investiert live im Podcast — Geschwindigkeit der Entscheidungen
Im Podcast-Verlauf entscheidet Eric, in Fahrengold zu investieren — vor laufender Kamera, nach 50 Minuten Gespräch. „Bin ich richtig sauer, dass du mir nichts davon erzählt hast — kann ich noch investieren?" Christian: „Bei uns hat das mein Vater gemacht, ich war nicht mehr eingeklingt." Diese Geschwindigkeit von Investments-Entscheidungen unter erfahrenen Investoren ist real — wer Track Record + Story + Marke + Markt validiert, braucht kein 6-monatiges Due-Diligence-Verfahren. Vertrauen + Information schlägt Prozess.
- Nº 50·Nikita & Christian
Hinz und Kunz haben dann eine Meinung über dich — Akzeptanz-Lektion
Nikita zur Personal-Brand-Aversion: „Man wagt sich damit nach draußen, dass Hinz und Kunz über dich eine Meinung haben." Christian: „Bei mir ist das wirklich möglicherweise zur Hassliebe transformiert — andere würden das gerade nicht können, deswegen feier ich es und mach es jetzt einfach." Wer in der Öffentlichkeit ist, gibt einen Teil der Kontrolle über die eigene Wahrnehmung ab. Wer das akzeptieren kann, hat einen massiven Marken-Hebel. Wer es nicht kann, sollte im Hintergrund bleiben — beides ist legitim.
Fuck it — wir machen das einfach. Wer im Zweifel zu lange überdenkt, baut nichts. Wer im Zweifel anfängt, kann immer noch korrigieren.
Weiter zuhören
Wie würden wir heute 10.000 Euro pro Monat verdienen und viele weitere Fragen
Eric Demuth und Christian Wolf erklären psychologische Modelle für richtige Entscheidungsfindung
Hamid Mossadegh über teure Autos, den Iran und wie super reiche Leute WIRKLICH sind!
mitHamid Mossadegh


